Lux und Lumen – wie findet man sich zurecht?
Zwischen Lux und Lumen, zwei Maßeinheiten, die bei Fahrradbeleuchtungen verwendet werden, herrscht oft Verwirrung. Häufig ist unklar, wofür jede Einheit eigentlich steht. Doch um eine wirklich „hellsichtige“ Wahl beim Fahrradlicht zu treffen, ist es entscheidend, die Lichtstärke zu kennen, die es tatsächlich erzeugt. Hier geben wir Ihnen einige Tipps, wie Sie die beiden Maßeinheiten unterscheiden können – und praktische Ratschläge, um das passende Fahrradlicht für Ihre Fahrweise auszuwählen.
Zu Zeiten der Glühbirnen nutzte man Watt, um die Leistung des Lichts zu bestimmen. Mit dem Aufkommen der LEDs sind jedoch zwei neue Maßeinheiten hinzugekommen: Lumen und Lux. Hier erklären wir Ihnen, wie Sie diese beiden Einheiten verstehen und voneinander unterscheiden können – damit eine leistungsstarke Fahrradbeleuchtung für Sie erreichbar ist. Die Lichtintensität sollte nämlich unbedingt zu Ihren Kriterien bei der Wahl der Fahrradbeleuchtung gehören.
1. Unterschied zwischen den beiden Maßeinheiten
Der Lumen-Wert (lm) dient dazu, die Lichtmenge zu messen, die eine Quelle abstrahlt. Eine weitere Maßeinheit, der Lux-Wert, berücksichtigt die Beleuchtung auf einer bestimmten Fläche. Dieser Wert hängt vom Abstand zur Lichtquelle sowie von der Breite des Lichtkegels ab. Je weiter man sich von der Lichtquelle entfernt, desto weniger wirksam ist die Beleuchtung. 1 Lux entspricht der gleichmäßigen Ausleuchtung eines Lichtstroms von 1 Lumen auf einer Fläche von 1 m².
Veranschaulichung des Unterschieds zwischen Lux und Lumen:
2. Die Fahrradbeleuchtung an die eigene Fahrpraxis anpassen
Je nach Art der Nutzung unterscheiden sich die Anforderungen an die Fahrradbeleuchtung – insbesondere an das Frontlicht.
A. Welche Fahrradbeleuchtung für den Stadtverkehr?
Im urbanen Umfeld hat vor allem eines Priorität: gesehen werden. Wenn Sie gelegentlich auf gut beleuchteten Straßen, etwa im Stadtzentrum, unterwegs sind, gilt ein Frontscheinwerfer mit mindestens 10 Lux als empfohlener Mindestwert. Dabei ist zu beachten: In gut beleuchteten Stadtbereichen sorgen 10 Lux zwar dafür, dass Sie gesehen werden, verbessern aber die Sicht des Fahrenden selbst nur begrenzt.
In Lumen ausgedrückt werden für den Stadtverkehr Frontleuchten mit etwa 20 bis 100 Lumen empfohlen. Für das Rücklicht sind rund 15 Lumen in der Regel ausreichend, um gut wahrgenommen zu werden.
Unter den für den Stadtverkehr empfohlenen Fahrrad-Sicherheitsleuchten finden Sie hier einige Beispiele für Beleuchtungen, die sich besonders gut für den Einsatz in der Stadt eignen:
Frontleuchten für das Citybike
Rücklichter für das Citybike
- Rücklicht mit Batterie
- Rücklicht mit USB-Ladefunktion
- Rücklicht für Dynamo
- Rücklicht mit Induktion
Ultraleuchtendes Micro-USB Fahrrad-Rücklicht – Toplight 2C Busch & Müller
20,83 €
B. Welche Fahrradbeleuchtung für das Rennradfahren?
Bei dieser Art der Nutzung muss der Radfahrer nicht nur gesehen werden, sondern auch selbst eine gute Sicht haben, da Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften oft schlecht oder gar nicht beleuchtet sind.
Es empfiehlt sich daher, das Fahrrad mit einem Frontscheinwerfer von mindestens 50 Lux (oder mindestens 300 Lumen) auszustatten.
Achten Sie außerdem darauf, dass die Leuchten nicht blenden, um andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden.
Um sich auf unbeleuchteten Straßen gut sichtbar zu machen, finden Sie hier Beispiele für geeignete Beleuchtungen fürs Rennradfahren:
Frontlichter fürs Rennrad
- Frontlicht mit Batteriebetrieb
- Frontlicht mit Akku
- Frontlicht mit USB-Ladefunktion
- Frontlicht mit Nabendynamo
Fahrradbeleuchtung 100 Lux an der IQ-X-Gabel schwarz Busch and Muller
109,04 €
Rücklichter fürs Rennrad
- Rücklicht mit Batteriebetrieb
- Rücklicht mit USB-Ladefunktion
- Rücklicht mit Induktion
Leistungsstarkes Fahrrad-Rücklicht LED 150 Lumen Blinder R-150 Knog
42,49 €
C. Welche Fahrradbeleuchtung fürs Gelände (MTB)?
Beim Mountainbiken erfordert die Beschaffenheit des Geländes eine sehr gute Sicht. Es wird daher empfohlen, ein Frontlicht mit mindestens 500 Lumen zu verwenden. Das Sichtfeld sollte möglichst breit sein, und auch die Akkulaufzeit sowie die Robustheit der Beleuchtung sind wichtige Kriterien, die berücksichtigt werden müssen.
Eine Helmlampe hat den Vorteil, dass sie der Blickrichtung folgt, im Gegensatz zu einer am Lenker befestigten Beleuchtung. Das ist besonders hilfreich, zum Beispiel in engen Kurven. Für den Einsatz im Mountainbike-Bereich sind zwei Arten von Beleuchtung besonders empfehlenswert:
- Eine Fahrradlampe mit externem Akku am Rahmen, wie der Knog PWR Trail Frontscheinwerfer mit 1000 Lumen, der eine sehr hohe Lichtleistung bietet.
- Eine Helmlampe: Der Barbieri Frontscheinwerfer mit 1000 Lumen kann sowohl am Fahrrad als auch am Helm befestigt werden. Er ist auch in einer 2000-Lumen-Version erhältlich.
3. Die Lichtstärke von Fahrradlampen im Vergleich
Hier einige Richtwerte, um sich eine Vorstellung von der Lichtstärke zu machen:
- Eine Vollmondnacht erreicht nur etwa 0,5 Lux
- Zum komfortablen Lesen eines Buches sind etwa 50 Lux erforderlich
- Ein beleuchtetes Stadion bei Nacht erreicht rund 1.500 Lux
Entdecken Sie unten einige Beispiele für unterschiedliche Lichtstärken anhand der Busch + Müller Fahrradlampen.
Source images : Busch+Müller. Images réalisées avec des feux Busch+Müller
Die Messung der Lichtstärke ist daher ein wichtiger Faktor, um Fahrradlampen miteinander zu vergleichen und sich mit einer effektiven Beleuchtung auszustatten, die optimal zur eigenen Fahrpraxis passt.